Am 10.10. ist Welthundetag


Zeit für ein großes Dankeschön an unsere Vierbeiner
Sie gehen mit uns durch dick und dünn, sind dann an unserer Seite, wenn wir uns von allen verlassen fühlen und bringen uns immer wieder zum Lachen. Hunde haben nicht zu Unrecht den Ruf, die besten Freunde des Menschen zu sein.

Kommt ein Hund ins Haus, stellt er das Leben meist erst mal gründlich auf den Kopf. Denn zu einer guten Hundehaltung gehört es natürlich auch, dass das Tier nicht einfach nur so da ist. Man informiert sich gründlich, kümmert sich gut um den tierischen Mitbewohner und versucht, ihm das bestmögliche Leben zu bieten. Und diese Bemühungen danken uns die Hunde mit unzähligen schönen Momenten und ihrer lebenslangen Treue. Wir wollen den Welthundetag am 10. Oktober nutzen, um unsererseits den Hunden einmal danke zu sagen und mit anderen Hundehaltern zu teilen, wie sehr Hunde unser Leben bereichern. Die TASSO-Mitarbeiter haben den Anfang gemacht und zum Welthundetag DANKE gesagt.

Wildtiere als Touristenattraktion

Das grausame Geschäft mit Angst und Schmerz

Wilde Tiere sind aufregend. Auf Tuchfühlung gehen mit imposanten und fremden Lebewesen, die man häufig höchstens aus dem Zoo kennt – das verspricht ein besonderes Erlebnis zu werden. Deswegen gibt es in beliebten Urlaubsländern zahlreiche Angebote mit „niedlichen“, „kleinen“, „freundlichen“ Tieren. Dahinter steht aber in der Regel nur eines: Tierquälerei.
Grausamer Folter, Schmerzen, Angst und unzumutbare Lebensbedingungen gehören für Wildtiere, die als Touristenattraktionen herhalten müssen, zum Alltag. Damit Elefanten es zulassen, dass Touristen sie streicheln oder auf ihnen reiten, wird zuvor mit grausamsten Methoden ihr Wille gebrochen, sie werden gefügig gemacht und bleiben doch immer eine unberechenbare Gefahr. Auch Kamele werden häufig mit Schlägen „trainiert“, müssen stundenlang in der sengenden Hitze warten und schließlich lange Strecken laufen. Niedliche Löwenbabys zum Streicheln wurden zuvor häufig ihrer Mutter entrissen und zwangsweise vom Menschen aufgezogen. Damit für die Menschen keine Gefahr besteht, werden den Tieren dann auch mal Zähne oder Krallen entfernt oder sie werden mit Betäubungsmitteln ruhiggestellt. Rechtfertigt der kurze Moment, in dem Touristen Spaß haben, dieses Leid?

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Reisen ohne Tierleid

Worauf sollten Urlauber achten, um tierschutzkonform zu reisen?
© TASSO e.V. / Silke Steinsdörfer

Friedliche Begegnungen mit freilebenden Tieren aus sicherer Distanz können ein Höhepunkt auf Reisen sein.

Ferne Länder, exotische Abenteuer und eine aufregende Zeit – das wünschen sich viele Urlauber, wenn sie auf Reisen gehen. Sie möchten Ungewöhnliches entdecken und in fremde Kulturen eintauchen. Leider begegnen Touristen auf ihren Reisen aber auch zahlreiche Angebote, die für Tiere großes Leid bedeuten. Doch worauf müssen wir bei unseren Urlauben achten? Was sollten wir meiden, wenn wir möglichst tierfreundlich reisen möchten? Petra Zipp, bei TASSO zuständig für den Auslandstierschutz, gibt in unserem Interview einige Tipps und Anregungen.

TASSO: Petra, tierschutzkonform reisen, was bedeutet das?

Petra Zipp: Das bedeutet für mich, dass man auf seiner Reise auf vermeintliche Attraktionen mit Tieren verzichtet, für die Tiere gequält werden und leiden müssen. Und sich bewusst schon bei der Buchung für ein Hotel und Reiseprogramm ohne Tierquälerei zur eigenen Erheiterung entscheidet.

Ist das wirklich ein so großes Problem?

Ja, leider ist es immer noch gerade in ferneren Ländern üblich, Touristen mit tierischen Attraktionen zu locken. Vielerorts wird beispielsweise angeboten, dass Reisende auf Elefanten reiten oder Wildtiere streicheln können. Häufig im Angebot sind auch immer noch Shows mit Delfinen, Orcas, Affen, Elefanten und Großkatzen. Zum Teil werden die Tiere dafür einfach aus der Wildnis gefangen, unter tierschutzwidrigen Bedingung gehalten, mit gewaltsamen Methoden gefügig gemacht und dressiert. Zum Beispiel werden Elefanten „gezähmt“, indem sie gefesselt und so lange mit Stöcken geschlagen werden, bis ihr Widerstand gebrochen ist und sie sich ihrem Schicksal willenlos ergeben. Auch Stierkämpfe sind leider in einigen Ländern immer noch im Veranstaltungsprogramm zu finden. Kutschfahrten, strapaziöse Reitausflüge mit Pferden, Eseln und Kamelen oft in größter Hitze sollten nicht gedankenlos gebucht werden. Auch der Besuch eines Hunderennens in Irland fördert das Leid der Tiere.

Hast Du einen Tipp, was jeder Einzelne tun kann?

Zunächst natürlich auf die entsprechenden Angebote verzichten. Erst, wenn die Anbieter merken, dass kein Interesse an ihren tierquälerischen „Attraktionen“ besteht, wird sich etwas ändern. Darüber hinaus sollten sich Reisende schon bei der Buchung ihres Urlaubs informieren und am besten nur Reiseveranstalter auswählen, die solche Angebote nicht im Programm haben. Natürlich ist es wichtig, den Reiseveranstaltern das auch mitzuteilen. Wenn sie erfahren, dass gerade dieser Verzicht sie für Urlauber attraktiv macht, werden sie solche Angebote auch in Zukunft bewusst meiden. Viele Veranstalter dokumentieren den Verzicht bereits in ihren Reiseangeboten. Am Urlaubsort sollten Touristen auch auf die Speisen achten, die ihnen angeboten werden. Das Fleisch der Tiere kommt häufig nicht aus tierschutzkonformer Haltung und nicht immer isst man wirklich das, was man erwartet. Der Hundefleischverzehr ist in einigen asiatischen Ländern leider immer noch an der Tagesordnung. Am tierfreundlichsten und sichersten wäre es natürlich, ganz auf Fleisch zu verzichten.

Macht ein Urlaub denn überhaupt noch Spaß und bietet Erholung, wenn auf so vieles verzichtet werden muss?

Natürlich! Gerade in fernen Ländern bietet die für uns fremde Kultur doch jede Menge zu entdecken und zu bestaunen. Eine atemberaubende Landschaft zu genießen geht auch, wenn man nicht auf dem Rücken eines Tieres hindurchreitet, das dafür brutal „gezähmt“ worden ist. Natur und Menschen haben so viel zu bieten, da muss man wirklich auf nichts verzichten. Und natürlich macht alles gleich noch mal so viel Spaß, wenn man weiß, dass kein Tier dafür leiden muss. Außerdem gibt es ja auch häufig die Gelegenheit, friedliche Begegnungen mit frei lebenden Tieren zu haben oder diese aus angemessener Distanz ohne Störungen zu beobachten. Und wer unbedingt Kontakt zu Tieren haben möchte, kann sich auch bei seriösen Tierrettungs- oder Hilfsaktionen vor Ort engagieren, sie besuchen und ihre Arbeit unterstützen. Sinnvoll ist es natürlich, sich bereits zu Hause gründlich über Einrichtungen vor Ort zu informieren, die man dann auch bei einem tierischen Notfall kontaktieren kann.

Vielen Dank für Deine Zeit, Petra. Wir hoffen, dass viele Menschen in diesem Sommer möglichst tierfreundlich verreisen.

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Igel fühlen sich am wohlsten in freier Natur

Im Herbst bereiten sich Igel auf ihren Winterschlaf vor, in dem sie sich reichlich Nahrung suchen und ein ausreichendes Fettpolster anlegen. Viele Igeljunge kommen außerdem erst im August bis September auf die Welt und haben somit eine relativ kurze Vorbereitungsphase auf die kalte Jahreszeit und müssen sich erst noch ein ausreichendes Fettpolster anfuttern, um den Winter zu überstehen.

Wir möchten vor - zwar gut gemeinter, aber oft - falsch verstandener Tierliebe warnen. Am besten sind Wildtiere stets in freier Natur aufgehoben! Daher sollten die kleinen Stacheltiere auf keinen Fall einfach aufgehoben und in menschliche Obhut genommen werden. Nur ganz selten benötigen Wildtiere tatsächlich die Hilfe des Menschen. Dies betrifft augenscheinlich kranke oder erheblich verletzte Tiere, die ggf. auch erst einmal beobachtet werden sollen, um die Notlage einschätzen zu können.

Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass das TIERHEIM BAUTZEN in Bloaschütz KEINE WILDTIERE aufnehmen kann. Leider gibt es in der unmittelbaren, d.h. direkten Umgebung von Bautzen keine uns bekannten Igelpflegestellen. Wir bitten darum, sich an Wildtierauffangstationen zu wenden (siehe Liste möglicher Kontakte ganz unten). Kranke bzw. verletzte Tiere sollten einem Tierarzt vorgestellt werden. Allerdings fallen die Behandlungskosten leider in der Regel dem Finder zur Last.

Vor allem Gartenbesitzer können die kleinen freundlichen Wesen aber sehr gut unterstützen. Ein zusammengerechter Laubhaufen bietet einen idealen Rückzugsort für den fünf bis sechsmonatigen Winterschlaf und dient zudem auch als Unterschlupf für kleine Insekten und somit als Futterreservoir für den Igel. Außerdem kann eine – am besten vor Regen und anderen größeren Tieren bzw. Vögeln geschützte – Futterstelle eingerichtet werden, um sicherzustellen, dass die Igel (insbesondere Jungigel) ein ausreichendes Gewicht erreichen. Laut Deutschem Tierschutzbund eignen sich hierfür insbesondere ungewürztes Rührei, angebratenes Hackfleisch oder Katzendosennahrung - jeweils mit Haferflocken oder Igeltrockenfutter vermischt – oder auch eingeweichtes Hunde- oder Katzentrockenfutter. Essensreste oder Milch sollten jedoch aufgrund der Durchfallgefahr bitte nicht gereicht werden!Igel in anderen Notlagen, z.B. wenn ein Igel in den Lichtschacht gefallen ist, können natürlich gern aus ihrer Notsituation befreit werden (bestenfalls mit Handschuhen) und anschließend wieder zurück in ihre natürliche Lebensumgebung gesetzt werden.
Der deutsche Tierschutzbund veröffentlicht weitere nützliche Informationen zum Thema "Igelschutz" unter: https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/artenschutz/igelschutz/ Wir empfehlen insbesondere die dort abrufbare Broschüre "Igelschutz". (https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Broschueren/Igelschutz.pdf)

Liste möglicher Kontakte zu Wildtierauffangstationen und Ähnlichem (alle Angaben ohne Gewähr):
• 01127 Dresden Tierschutzverein Dresden 1839 e.V. Leipziger Straße15 Telefon:0351 7995550 Tel. 0172 350 4023
• 01445 Radebeul Igelhilfe Wildtiere in Not Tel.0157 74703272
• 01665 Diera/Zehren Greifvogelhilfe Sachsen e.V. OT Oberlommatzsch Tel.0174 9166645 und 0171 2645180
• 01920 Döbra/ Ößling Igelstation Tel. 035722 31537
• 02730 Ebersbach-Neugersdorf Wildtierauffangstation Förster Tel.03586 300706
• 02763 Zittau Wildtierauffangstation Tierpark Zittau Weinaupark Tel. 03583 701122
• 02826 Görlitz Wildtierauffangstation Naturschutztierpark Görlitz Tel. 03581 407400
• 02943 Weißwasser Wildtierauffangstation Tierpark Weißwasser Tel. 03576 208366
• 02943 Boxberg Igel-Hilfe Rhoen e.V., Tel. 0171 6431196